15. - 17. Mai 2009 Informations - und Koordinationstreffen Guatemala 2009 in Stuttgart

Kaffeeblüte

 

Guatemala und die Gewalt – Auf ewig miteinander verbunden?

 

Informations – und Koordinationstreffen der Guatemala Solidarität in Deutschland, Österreich und der Schweiz

 

15. - 17. Mai 2009 in Stuttgart

 

Veranstaltungsort: Brot für die Welt, Stafflenbergstr. 76, 70184 Stuttgart

 

Veranstalter: Ökumenische Initiative Mittelamerika e.V. mit Unterstützung von FIAN, Brot für die Welt und der Guatemalagruppe Nürnberg

 

Referenten aus Guatemala: Nidia Veraly Galdámez, Vorsitzende der Lutherischen Kirche Guatemalas ILUGUA und Vorstandsmitglied des Komitees zum Erhalt des Gebirgsmassivs der Granadillas in Zacapa / Madre Selva und José Pilar Cabrera, Pfarrer und Koordinator der Lutherischen Kirche Guatemalas ILUGUA

 

Präsidenten und Regierungen wechseln sich in Guatemala ab, aber eins scheint sich nicht zu verändern: Die überall präsente Gewalt in Stadt und Land in ihren verschiedensten Formen.

Mitglieder von sozialen Organisationen, von Menschenrechtsgruppen, Umweltaktivisten/innen

sind massiven Bedrohungen und Verfolgungen ausgesetzt, aber auch die allgemeine Kriminalität prägen den Alltag der Menschen in Guatemala.

„Die Hemmschwelle zum Einsatz exzessiver Gewalt ist sehr niedrig“, schreibt das Auswärtige Amt in seinem aktuellen Bericht zu Guatemala. Wie hat sich diese Gewalt entwickelt? Welche Veränderungen hat es seit dem Friedensabkommen 1996 zwischen der Regierung und der Befreiungsbewegung, der einen über 40jährigen Krieg der Reichen gegen die Armen beendete, gegeben?

 

Welchen Gewaltformen von Seiten staatlicher Institutionen, durch Privatpersonen (Großgrundbesitzer / Drogenhändler / Vieh- und Holzhändler) und Unternehmen (Minenunternehmen / Internationalen Konzernen) sind Mensch und Natur in Guatemala ausgesetzt?

Hintergründe zum Entstehen der neuen und Ursachen der verschiedenen Gewaltformen sollen beleuchtet werden.

 

Wichtig ist uns aber auch wahrzunehmen, welche Strategien in Guatemala gegen die Gewalt entwickelt werden.

Welche Rolle spielen institutionelle Organisationen wie Kirche und Staat, Menschenrechtsorganisationen und soziale Gruppen und Organisation bei dem Versuch die Gewalt zu überwinden?

Wie wichtig sind die Aufarbeitung durch die Wahrheitskommission und die forensische Arbeit?

 

Welche Rolle haben Entwicklungsprojekten bei der Überwindung von Gewalt, wenn sie einen ganzheitlichen Ansatz fahren, also nicht nur die erlittene Gewalt aufarbeiten, sondern durch Projektarbeit im städtischen und ländlichen Raum den Menschen eine neue Lebensgrundlage eröffnen?

 

Strategien zum Schutz von Mensch und Natur gegen die Gewalt am Beispiel des Gebirgsmassivs Granadillas/Zacapa werden dargestellt.

 

Die Rolle von nationalen und internationalen Organisationen, Gruppen und Kirchen (z. B. Im Rahmen der „Dekade zur Überwindung der Gewalt“ des Ökumenischen Rats in Genf und in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit) sollen beleuchtet werden. 

 

Wir laden herzlich nach Stuttgart ein!



Programm:

 

Freitag, 15. Mai 2009

18:00 Beginn mit einem Imbiss 

 

19:00 Uhr

Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmenden

 

Die Kriminalisierung der Sozialen Bewegungen in Lateinamerika - Wie kann diesem neuen Ansatz der Diskriminierung und Verfolgung begegnet werden?

Christiane Schulz / Menschenrechtsreferat von Brot für die Welt, Stuttgart

 

Samstag, den 16. Mai 2009

9:00 Uhr Aktuelle Situation in Guatemala mit Schwerpunkt „Gewalt und Gewaltformen – Entwicklungen und Hintergründe der Situation auf dem Land“

José Pilar Cabrera / Nidia Veraly Galdamez, Zacapa/Guatemala

 

11.00 Uhr 

Reisebericht aus Guatemala
Delegation Evangelische Kirche / Eine Welt Laden Schramberg, die im Januar 2009 in Guatemala waren

Michael Hauser, Schramberg

 

 

 

14:00 Uhr 

Der Kampf um die Erhaltung des Bergmassiv Granadillas als Beispiel der Verbindung von Naturschutz, Nachhaltiger Landwirtschaft, Kampf um die Landrechte und Aufarbeitung der Gewalt. 

José Pilar Cabrera / Nidia Veraly Galdamez

 

15:30 - 16:30 Pause

 

16:30 Uhr

Die Rolle des nationalen und internationalen Engagements für die WSK Rechte bei der Bekämpfung der Gewalt

Martin Wolpold-Bosien, FIAN Heidelberg

 

 

18:00 Abendessen

19:00 Uhr Neue Filme und Materialien / Gespräche



Sonntag, den 17. Mai

9:00 Uhr

Die Rolle von NGOs bei der Lobbyarbeit für die Menschenreche in Guatemala in der europäischen Entwicklungszusammenarbeit, z.B. im Kampf gegen die Feminizide.

Marta Ibero, stellvertretende Geschäftsführerin des CIFCA-Sekretariats in Brüssel und exzellente Kennerin der Lobbyarbeit für Menschenrechte in der europäischen Entwicklungszusammenarbeit mit Guatemala.

Sie war bei den Resolutionen des Europäischen Parlaments zum Feminizid in Guatemala und Mexiko und zum Genozidprozess gegen Rios Montt massgeblich beteiligt.

 

11:00 Uhr Absprachen, Planungen und Auswertung

 

12:30 Uhr Ende mit einem Imbiss

 

 

Organisation:

Anmeldung über ralf.haeusslerdontospamme@gowaway.web.de bis zum 5. Mai.

Ralf Häußler, Friedrichshafenerstr. 58, 89079 Ulm

0731-481567

 

Kosten:

30 - 40€ ohne Übernachtung und Verpflegung

40 - 70 € mit Übernachtung

 

Wir bitten um Überweisung des Teilnahmebeitrags nach Selbsteinschätzung bis zum 5. Mai auf folgendes Konto:

Ökumenische Initiative Mittelamerika e.V

Stichwort: Guatemala 2009

Evangelische Kreditgenossenschaft

BLZ 600 606 06

Kto. 415189

 

Übernachtungsmöglichkeit und Essenszeiten werden noch bekannt gegeben.