Von Nord nach Süd und von Süd nach Nord

Reisen zwischen den Kontinenten sind ja durchaus zwiespältig: Das Geld, das dafür eingesetzt wird und die Umwelt, die durch solch aufwändige Reisen belastet wird, sind zwei Argumente um die Solidaritäts - und Ökumenarbeit nicht mit zu vieler Reiserei zu belasten.

Dennoch ist der persönliche Kontakt und Austausch zwischen Nord und Süd wichtig. Durch Delegationen, die wir aus Lateinamerika einladen, soll hier aus erster Hand berichtet werden. Wir wollen, dass die Menschen des Südens selbst zu Wort kommen.

Für die Arbeit mit politischen, sozialen und kirchlichen Organisationen, mit Gewerkschaften und Parteien, Kirchengemeinden und Kirchenleitungen ist die persönliche Begegnung mit den Menschen, über die in den Medien nicht berichtet wird und die damit aus dem Fokus der Weltöffentlichkeit geraten sind, besonders wichtig.

Oft ist es auch so, dass ein Vertreter/eine Vertreterin aus einer lateinamerikanischen Organisation die komplexen Zusammenhänge ihres Landes schlichtweg besser und klarer erläutern kann und deutlicher formulieren kann, welche Unterstützung nötig wäre und was wir hier im Norden ändern müssen.

So haben wir seit 1992 in regelmäßigen Abständen Delegationen aus Lateinamerika eingeladen und besuchen als Einzelne und als Organisatoren von Gruppenreisen seit dieser Zeit die Länder Mittelamerikas und seit 2007 auch Kolumbien und Mexiko.