„Von Geislingen nach Guatemala“ – Benefizkonzert mit Soja B zugunsten der Erdbebenopfer in Guatemala, 8.Dez.2012

Nach dem schweren Erdbeben in Guatemala, wurde ein Benefizkonzert am 8. Dez. 2012 in Geislingen veranstaltet. Mit lateinamerikanicher und schwäbischer Musik, Wein und internationalen Spezialitäten und Gästen aus Guatemala:

Pfarrer José Pilar Alvarez Cabrera und Nidia Galdamez, lutherische Kirche Guatemalas  ILUGUA,  Projektpartner von Brot für die Welt

Zuly Cac,  katholische Jugendpastoral und ökumenischer Christenrat Guatemalas.

 

Das Konzert war ein voller Erfolg.

Eine Woche nach dem Erdbeben werden immer noch die Schäden aufgenommen, 17.Nov.2012

Die Pressesprecherin des Ökumenischen Christenrates Guatemala, Mayra Rodriguez schreibt am 14.11.2012:

A siete días del terremoto que azotó el suroccidente de Guatemala, las fuerzas de rescate dieron por terminada la búsqueda de sobrevivientes y recuperación de
cadáveres en esta lamentable tragedia que, según cifras oficiales, dejó 44 personas fallecidas, 178 heridas, 12mil 119 personas en albergues, 25mil 941 personas evacuadas, 26mil 010 personas damnificadas, más de 1millón 300 personas afectadas y aproximadamente 7millones de personas en riesgo.

La Coordinadora Nacional para la Reducción de Desastres (CONRED) ha reportado que aún no se cuenta con el informe final de viviendas e infraestructura dañada por el terremoto, pero a la fecha las autoridades han ordenado la demolición de 3mil 132 casas con daños severos y registran 12mil 376 viviendas más en riesgo por el daño en su estructura. Asimismo se advierte de 22 carreteras afectadas y una destruida, 9 puentes dañados, 157 escuelas afectadas y 9 destruidas, así como 66 edificios públicos afectados y 8 destruidos. Las autoridades esperan tener cifras más exactas el viernes próximo, en las que se refleje el impacto en las áreas rurales, en donde continúan recabando datos.

El gobierno declaró estado de calamidad desde el 7 de noviembre para agilizar la
ayuda a las familias damnificadas en los ocho departamentos más afectados, el cual fue ratificado ayer por el Congreso de la República, y estará vigente durante 30 días en San Marcos, Huehuetenango, Quetzaltenango, Quiché, Retalhuleu, Sololá, Suchitepéquez y Totonicapán.
El pueblo guatemalteco, la iglesia, la CONRED y algunos medios de comunicación, están trabajando por abastecer los 82 albergues habilitados en San Marcos, Sololá, Quetzaltenango, Quiché y Huehuetenango, en donde se ha registrado un promedio de 12mil personas refugiadas, sin embargo, también se contabilizan cientos de familias guatemaltecas durmiendo a la intemperie, debido a que los albergues están bastante retirados de sus viviendas (dañadas) o por temor al robo de las pertenencias que rescataron.

El polvo generado por la demolición de viviendas e infraestructura dañada, sumado al descenso en la temperatura, debido a un sistema de alta presión e ingreso de humedad (según fuentes especializadas), podría generar brotes de enfermedades respiratorias.

El Instituto Nacional de Sismología, Vulcanología, Meteorología e Hidrología
(INSIVUMEH), indica que se han registrado 181 réplicas luego del fuerte sismo de 7.2 grados de intensidad en la escala de Richter, registrado el 7 de noviembre pasado y advirtió que las mismas continuarán en los próximos días, semanas, inclusive meses, por lo que solicita a la población mantener la calma y atender las precauciones necesarias.

Guatemala, 14 de noviembre de 2012

Soforthilfe für die ILUGUA Gemeinde von Persida Gudiel, 12.Nov.2012

Am 7.11.2012 erschütterte das schwerste Erdbeben seit 1976 Guatemala. Betroffen ist vor allem der Westen des Landes, u.a. das Departement San Marcos. Viele hundert Menschen haben bei dem Erdbeben der Stärke 7,2 ihr Haus verloren.
Wir versuchen im Moment eine ökumenische Hilfsaktion in Zusammenarbeit mit den Hilfswerken zu starten, da die neue ILUGUA Gemeinde von San Marcos massiv in Mitleidenschaft gezogen ist.
Das Haus der am 19. August von 2012 Bischof Gomez ordinierten Pfarrerin Persida Gudiel und die Häuser von engagierten Mitgliedern der evangelischen Gemeinde sind zerstört.
Auch viele katholische Familien sind betroffen, wie Bischof Ramazzini uns mitteilte.
Im Sommer 2012 waren wir mit einer Ökumenischen Jugenddelegation mehrere Tage bei Pfarrerin Gudiel und ihrer Gemeinde.
Wir haben ein Spendenkonto für ihre Gemeinde eingerichtet und bitten um Spenden für die Sofort-Nothilfe auf das Konto der Ökumenische Initiative unter dem Stichwort “San Marcos-Gudiel”.
Bitte bei der Überweisung die Adresse angeben, damit wir Spendenbescheinigungen versenden können.

1. Bericht zum Erdbeben von Pfarrer Cabrera am 8.11.12

Pfarrer Cabrera schreibt: Laut den aktuellen Informationen hat sich in Guatemala ein Erdbeben der Stärke 7,2 ereignet, wobei das Epizentrum an der Küste von Champerico im Departament Retalhuleu gelegen ist.
Es war in der Hauptstadt und in anderen Departaments wahrnehmbar und war von großer Reichweite; man hat im ganzen Land Alarmstufe „Rot“ ausgerufen, da auch die Möglichkeit eines Tsunamis drohte. Bis jetzt wurden 21 Todesfälle und Schäden in der Infrastruktur (Häuser, Straßen, öffentliche Gebäude usw.) berichtet.
Gerade eben versammeln wir uns in der “Brot für die Welt” Arbeitsgruppe von Guatemala mit Norma Balcázar und analysieren die Ereignisse.
Wir nehmen zur Zeit Hilferufe unserer Organisationen von der Agrarplattform und der lutherischen Kirche Guatemalas entgegen, die in San Pedro Sacatepéquez gelegen ist, da uns gemeldet wird, dass dieses Departament ernsthaft betroffen ist.
Wir haben es geschafft, uns mit Pastorin Pérsida Gudiél (Lutherische Kirche Guatemalas ILUGUA in San Pedro Sacatepéquez) in Verbindung zu setzen.
Die Unterkunft der Pastorin hat schwere Schäden davongetragen, sodass sie in ein Hotel gehen mussten, somit ist sie wie auch ihre Familie stark betroffen.
Für den Moment haben wir keine weiteren Informationen von der in Agrarplattform organsierten Organisationen. Sie haben bereits Hilfskräfte und Förderer der Region mobilisiert.
Das Hotel, in dem wir versammeltn waren, war so stark beschädigt, dass man ab einem gewissen Punkt alle Gäste evakuieren musste.
Dies sind die erste Informationen, die wir aus Guatemala senden.
Weitere Nachrichten werden folgen, sobald man die telefonische
Kommunikation wieder aufgebaut hat.
Uns allen geht es soweit gut. Wir stehen bereit zu helfen im Falle, dass unsere Unterstützung erwünscht ist, und werden weiterhin die Region besuchen, um die Situation vor Ort zu analysieren, weil die Informationen unregelmäßig eintreffen. Desweiteren besteht mmer noch die Alarmstufe
„Rot“ im ganzen Land.
Mit freundlichen Grüßen, im Namen der versammelten Organisationen

José Pilar Cabrera – ILUGUA

Übersetzung von Veronika Vogel

Brief von Pilar vom 11.Nov.2012 wegen des Erdbebens, übersetzt von Veronika Vogel

Liebe Freunde und Freundinnen:

Heute Morgen habe ich mit Pastorin Persida aus der ILUGUA ( lutherische Kirche Guatemalas) in San Marco gesprochen.

Sie berichtete mir, dass sie die Nacht in einem kleinen Haus verbracht haben. Sie mussten ihr Haus verlassen aufgrund statischer Schäden. Sie erklärte mir, dass einer der Brüder in der Glaubensgemeinde Don Rolando Orozco, verheiratet mit der Presidentin des Kirchenrates von dort, sein Haus komplett verloren hat, obwohl es erst kürzlich erbaut worden ist.

Die Pastorin meldete, dass sie keine Elektrizität haben und kein Trinkwasser, da die Trinkwasserversorgung beschädigt wurde. Auch sagte sie mir, dass sie Lebensmittel, Wasser und andere Sachen brauchen. Die Hilfe von Seiten des Staates hat sie noch nicht erreicht. Die staatliche Aufmerksamkeit ist auf andere Gebiete, die ebenfalls Schäden erlitten, konzentriert.

Den Bauern und Bäuerinnen der Projekte in Zacapa und Chiquimula geht es gut. Diese Region ist nicht betroffen.

Solidarisch,

José Pilar Alvarez Cabrera

Wir werden euch weiterhin informieren, was passiert.

Erdbeben – Informationen von Yasna Crüsemann, 10.Nov.2012

Die Lateinamerikabeauftragte der württembergischen Landeskirche, Yasna Crüsemann schreibt am 8.11.2012: Gestern hat ein Erdbeben der Stärke 7,2 Guatemala getroffen. Ich leite Ihnen/euch hierzu die Informationen der Pressesprecherin des ökumenischen Christenrates, Mayra Rodriguez, weiter.

Besonders betroffen ist die Region San Marcos in Pazifiknähe. In dieser Gemeinde waren wir zu Gast und haben u.a. an der Segnung und Ordination der lutherischen Pastorin Persida Gudiel teilgenommen. Von Pfr. Cabrera habe ich gestern Nacht erfahren, dass diese Gemeinde, auch das Haus der Pfarrfamilie, betroffen ist. Auch das Hotel, in dem wir im Sommer übernachtet haben, ist zerstört. Besonders beschäftigt uns das Schicksal der Pfarrfamilie, die in eine Notunterkunft umziehen musste, und der kleinen Gemeinde, die ohnehin über wenig Mittel verfügt. Die Versorgungslage mit Lebensmitteln scheint ebenfalls schwierig zu sein, die Pfarrerin wollte einkaufen, der Supermarkt war bereits leer. Die alten Häuser der Stadt sind eingestürzt. Pfr. Pilar Cabrera hat bereits angedeutet, dass diese Gemeinde auf Unterstützung angewiesen sein wird. Ich möchte Sie nun informieren und bitten zu überlegen, auf welche Weise wir unsere Kontakte und Möglichkeiten nützen können um Hilfe zu organisieren. Da die lutherische Gemeinde in San Marcos aufgrund der Ordination von Persida Gudiel – weil sie eine Frau ist – nun aus dem lutherischen Dachverband CONLUT, der zur Missouri Synode gehört, de facto ausgeschlosssen zu sein scheint, ist diese Gemeinde offensichtlich auf dem Weg sich der ILUGUA anzuschließen.  Insofern sind wir in mehrfacher Hinsicht mit ihr verbunden

7. November 2012: Guatemala in Trauer wegen des Erdbebens

Der Ökumenische Christenrat Guatemalas schreibt am 7.11.2012: Dolor, llanto, incertidumbre y consternación ha dejado el sismo violento de 7.2 grados registrado hoy 7 de noviembre, a las 10:35 horas y sensible en casi todo el territorio guatemalteco, lamentando la trágica muerte de 48 personas, 23 desaparecidas y 17mil afectadas, principalmente en los departamentos de San Marcos, Quetzaltenango, Sololá y Retalhuleu, según los reportes oficiales preliminares dados a conocer por la Coordinadora Nacional para la Reducción de Desastres (CONRED), a las 19:20 horas de este día.
La CONRED ha declarado alerta roja institucional, en estos cuatro
departamentos, ubicados a unos 200 kilómetros de la ciudad capital, al
occidente del país. Varios municipios están sin energía eléctrica, tienen
problemas con el agua potable, líneas telefónicas colapsadas, derrumbes en carreteras principales y caminos secundarios, aunque no se reportan daños en puentes. Así mismo han colapsado varios edificios públicos como estaciones de policía, bomberos, etc.
A esta situación se añade un descenso en la temperatura, lo cual pone en situación más vulnerable a adultos mayores, niñas y niños, por los fríos intensos, especialmente en esta región del país.
Aún no hay un reporte oficial de cuantas casas han sido afectadas, pero
varias familias han perdido completamente sus viviendas y pertenencias, y otras muchas han sido reportadas con daños severos. La población guatemalteca y CONRED está movilizándose para la habilitación de albergues, centros de salud y hospitales, así como el traslado de alimentos y ayuda humanitaria.
El foro nacional de la Alianza ACT en Guatemala ha emitido su primer
informe de situación y ha activado su comisión de emergencias para
monitorear el evento, el cual ha registrado 19 réplicas entre los 4.7 y 4.2
grados a las 17:00 hrs. de hoy, según el Instituto Nacional de Sismología, Vulcanología, Meteorología e Hidrología (INSIVUMEH).
El personal del Concejo Ecuménico se encuentra a salvo, fuera del área
afectada y está monitoreando la situación para conocer la situación de las iglesias que lo integran. Preliminarmente, se reportan daños en la casa pastoral y las instalaciones de la Iglesia Luterana de San Marcos. No se lamenta pérdidas humanas.