Der ökumenische Christenrat / Kirchenrat Guatemalas CECG

Der Ökumenische Christenrat in Guatemala (CECG) ist aus dem Ökumenischen Forum für Frieden und Versöhnung (FEPAZ) hervorgegangen und hat sich im September 2007, anlässlich des ersten nationalen Ökumenekongress als Organisation institutionalisiert und als solches umbenannt.

Der Ökumenische CHristenrat geht auf das "Forum für Frieden und Versöhnung" eine Initiative der katholischen und der protestantischen Kirchen in Guatemala zurück, die wiederum aus CIEDEG, der Konferenz der Evangelischen Kirchen hervorgegangen ist.

Die Anfänge der CIEDEG gehen auf das Jahr 1987 zurück. CIEDEG hat das das  Ziel in Guatemala einen Freiraum für den ökumenischen Dialog und für Aktivitäten zur Stabilisierung des Friedens, der Versöhnung und der Demokratie zu schaffen. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit in diesen Themenbereichen mit dem Islam und dem Buddhismus. Siehe dazu...

Dem CECG gehören unter anderem als Mitglieder die Ökumenische Kommission der Bischofskonferenz in Guatemala (CEG), die Konferenz der Evangelischen Kirchen (CIEDEG), die presbyterianische und lutherische Kirche (ILUGUA) sowie die Episkopalkirche, die Iglesia Evangélica San Juan Apóstol und die guatemaltekische Konferenz der Religionen (CONFREGUA) an.

Unter dem Motto „Einheit in der Vielfalt“ will der Christenrat das 1996 in Guatemala geschlossenen Friedensabkommen mit Leben erfüllen und setzt sich als parteienunabhängige Institution für den Aufbau einer friedlichen Zivilgesellschaft ein, in der die ethnische, kulturelle, religiöse und politische Vielfalt des Einzelnen respektiert wird.

Der Christenrat engagiert sich für Demokratie, Frieden und die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Landes und hat zum Ziel, in seinem kirchlichen Rahmen aktiv den Friedensprozess mitzugestalten, indem er Kontakte zu staatlichen Institutionen, Studierenden der theologischen Fakultät, Unternehmen, Kommunikationsmedien, Parteien und sozialen und indigenen Gruppen pflegt.

Das Ziel des CECG ist, einen Freiraum für einen ökumenischen Dialog für die einzelnen Kirchen und die Mitgliedskirchen des Ökumenischen Christenrates zu schaffen. Er will zur Bildung einer breiten ökumenischen Bewegung beitragen und der Zersplitterung der kirchlichen Landschaft in Guatemala durch die Pfingstkirchen und die fundamentalistischen kirchlichen Strömungen entgegen wirken.

Der Christenrat analysiert die aktuellen wirtschaftliche, politische und soziale Situation und die ethnischen und kulturellen Probleme des guatemaltekischen Volkes um, die für das Volk relevanten Themen, wie z.B. Gewalt, Versöhnung, Jugend(-banden), Aids, Geschlechtergerechtigkeit zu erkennen und so die pastorale Arbeit in den Gemeinden besser begleiten zu können.

Der Christenrat hat sein Engagement für eine friedliche Gesellschaft Guatemalas zum Programm gemacht und sieht gerade die spezielle Situation der Frauen in Guatemala, deren Alltag von Gewalt und einem hohen Maß an Unsicherheit gekennzeichnet ist, als vordringliches Problem an.

Die Frauenarbeit des Christenrates bezieht sich zu 96 Prozent auf die Situation der indigenen Frauen des Altiplano.

Gerade Frauen und Jugendliche spielen eine Schlüsselrolle in dem Prozess, den der Christenrat anstoßen will, hin zu einer gerechteren Gesellschaft.

Unterstütz wird der "Ökumenische Christenrat u.a. vom Evangelischen Missionswerk Hamburg / EMW.

Quelle: EMW, überarbeitet durch RH