Coca Cola Kampagne
Vom 30. Mai bis zum 18. Juni hatten wir in Kooperation mit verschiedenen Kolumbiengruppen- und Organisationen einen Vertreter der kolumbianischen Nahrungsmittelgewerkschaft
SINALTRAINAL, eingeladen.
Er informierte über die aktuelle Situation in Kolumbien mit Schwerpunkt: „Menschenrechtsverletzungen durch internationale Konzerne wie Coca Cola und Nestlé“.
Vom 1.- 8. Juni nahm er als Fach-Referent am Gegengipfel zum G8 Treffen in Rostock/Heiligendamm teil. Vom 9. - 11. Juni besuchte er verschiedene Solidaritätsgruppen zu Kolumbien in Italien/Rom. Vom 11. - 15. Juni war er Referent bei verschiedenen Veranstaltungen in Tübingen, Reutlingen und Ulm.
Bei dem von uns veranstalteten „Kolumbien Informations – und Kooperationstreffen / Coca Cola Kampagnentreffen“ vom 15. - 17. Juni in Stuttgart war er einer der Hauptreferenten.
Die Einladung war nötig geworden, um das weitere Vorgehen mit den Solidaritätsgruppen zu Kolumbien, der Kolumbienkampagne und der Kampagne zum Coca Cola Boykott in Deutschland, der Schweiz und Italien abzustimmen. Coca Cola hatte auf eine Aussetzung der Coca Cola - Kampagne während der in Atlanta stattfindenden Gespräche zwischen SINALTRAINAL und dem Konzern bestanden, was zu großen Irritationen der europäischen Solidaritätsgruppen geführt hatte.
Wie schon bei den Einladungen an SINALTRAINAL im Jahr 2006 war es uns wichtig, dass Gespräche mit den Gewerkschaften DGB, Verdi und NGG geführt und vertieft wurden.
Das Thema Coca Cola Kampagne im Zusammenhang der Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien konnte in mehreren Gesprächen mit Kirchenleitungen und im Bereich der Evangelischen und Katholischen Jugend/BDKJ neu begonnen, bzw. ausgebaut und vertieft werden.
Der Coca Cola Boykott durch den BDKJ wurde vor kurzem im Rahmen des Katholikentags 2008 bestärkt. Dadurch ist es gelungen, die Solidarität mit Kolumbien und die Kampagnenarbeit auf neue gesellschaftliche Gruppen zu erweitern.
Beim DEKT 2007 in Köln fanden in Absprache mit verschiedenen Kolumbien-Gruppen Aktionen zu Kolumbien und zum Coca Cola Boykott statt.
Vom 16. Juli bis 5. August 2007 reiste das Vorstandsmitglied Ralf Häußler auf Einladung von SINALTRAINAL und katholischen Basisgruppen nach Kolumbien.
Themen waren dabei: Menschenrechtsverletzungen und allgemeine politische Lage in Kolumbien, Arbeit von sozialen Organisationen und Menschenrechtsgruppen; Rolle der Transnationalen Konzerne bei den Menschenrechtsverletzungen.
Die Besuche und Gespräche an verschiedenen Orten im Land dienten auch dazu Ralf Häußler auf seine Aufgabe als beisitzender Richter im Völkertribunal TPP, das im August 2008 in Bogota stattfand und die Menschenrechtsverletzungen der Mineralölkonzerne Oxi, Repsol und BP in Kolumbien untersuchte, vorzubereiten (Bericht veröffentlicht im Internet und in „Autoritärer Staat und paramilitärische Machtnahme in Kolumbien“ Hrsg.: FDCL und Kolumbienkampagne Berlin).