Lateinamerika im Aufbruch: Konferenz und Konzertlesung
Am 4. und 5. Dezember 2009 luden wir gemeinsam mit der VH Ulm und anderen regionalen Organisationen zu einer ganz besonderen Veranstaltung nach Ulm ein!
Mit dem Film "Guatemala auf halbem Weg zum Himmel" starteten wir am Freitagabend.
Am Samstag diskutierten wir mit kompeteten Fachreferent/innen die aktuelle Situation in Lateinamerika und die Auswirkungen auf die Solidaritäts- und Ökumenearbeit.
Am Nachmittag wurde auf die Theologie des Lebens und die Kirche der Armen fokussiert.
Die Konferenz wurde abgerundet mit einer Konzertlesung von Fulbert Steffensky und Grupo Sal. Infos dazu: siehe
Veranstaltungen
Hier das detaillierte Programm:
Lateinamerika befindet sich gegenwärtig in einem Prozess des radikalen politischen Wandels.
Nach Jahren der Militärdiktaturen und der massiven Beeinflussung nationaler Regierungen durch transnationale Konzerne, sind in den letzten Jahren vor allem in Südamerika eine Reihe von Regierungen an die Macht gekommen, die nicht den traditionellen Machteliten entstammen, sondern aus politischen Bewegungen neuen Typs hervorgegangen sind.
Die Konferenz will eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation in Lateinamerika leisten. Themen sind u.a.:
Wie agiert die EU in Lateinamerika? Stützt oder behindert sie die neuen sozialen und politischen Bewegungen?
Welche neue Formen der Solidaritäts- und Ökumenearbeit entwickeln sich?
Welche Auswirkungen haben die Entwicklungen in Lateinamerika auf soziale und zivilgesellschaftliche Organisationen im Norden?
Welche Rolle spielen Kirche und Theologie in den aktuellen Auseinandersetzungen?
Isabella Lehnert, Ralf Häußler und Lothar Heusohn
Freitag, 4. Dezember 2009
18:00 Uhr Ankunft, Imbiss und Begrüßung
19:00 Uhr
Guatemala: Auf halbem Weg zum Himmel
Film und Gespräch mit der Filmemacherin Andrea Lammers,
Journalistin aus Leipzig
Samstag, 5. Dezember 2009
10:00 Uhr Begrüßung und Einführung durch die Veranstalter
10:15 Uhr
Der Fall Kolumbien: Interventionspolitik, die Unterstützung der „Demokratien“ und Krieg gegen die sozialen Bewegungen
Dr. Raul Zelik, Schriftsteller und Politikwissenschaftler, Berlin
11:00 Uhr
Die Politik der EU gegenüber Lateinamerika
Heike Hänsel, MdB Die Linke, Tübingen/Berlin
12:00 Uhr
Diskussion mit Heike Hänsel und Raul Zelik
13:00 Uhr Mittagspause mit Imbiss
14:00 Uhr
Es gibt kein Morgen ohne Gestern: Menschenrechtsarbeit nach dem Ende der Militär-Diktaturen und inmitten von Armut und Gewalt
Impuls 1: Urs M. Fiechtner, amnesty international Ulm
Impuls 2: Andrea Lammers mit Schwerpunkt Menschenrechtsarbeit in Guatemala
15:00
Lateinamerikas Aufbruch ins 21. Jahrhundert
Prof. Dr. Dieter Boris, Universität Marburg
16:00 Uhr Kaffeepause
16:30 Uhr
Vom Süden lernen – Lateinamerikas Alternativen zum Neoliberalismus
Kerstin Sack, ATTAC Koordinierungskreis und AG Lateinamerika
17:30 Uhr
Totgesagte leben länger – Die weltweite Krise verlangt eine befreiende Kraft: Perspektiven für eine Kirche der Armen
Dr. Thomas Seiterich, Publik Forum
18:30 Uhr Imbiss – Fahrt nach Ulm-Wiblingen
19:30 Uhr
Esperanza
Lieder und Texte wider den Luxus der Hoffnungslosigkeit
Konzertlesung mit Fulbert Steffensky und Grupo Sal
Versöhnungskirche Ulm-Wiblingen
22:00 Uhr
Ende der Veranstaltung
Veranstalter:
Ulmer Volkshochschule, Ökumenische Initiative Mittelamerika, Lateinamerika-Komitee Ulm, Städtepartnerschaft Ulm-Jinotega in Kooperation mit dem Ulmer Weltladen
Orte der Veranstaltung:
EinsteinHaus der Ulmer Volkshochschule und Versöhnungskirche Wiblingen
Die Veranstaltung wurde gefördert vom EED und dem Katholischen Fonds.