Die Ökumenische Initiative Mittelamerika stellt sich vor

Menschenkette am 4. Mai 2009

Menschenkette am 4. Mai 2009


Die Ökumenische Initiative Mittelamerika (ÖIMA) wurde 1988 bei einer Tagung in der Evangelischen Akademie Bad Boll gegründet.
 
Seit 1991 ist sie ein eingetragener Verein. Ursprünglich bestand sie aus einer Gruppe von Vikar/innen der Württembergische Landeskirche, die in Lateinamerika studiert oder gearbeitet hatten und ihr Wissen und ihre Erfahrungen in die Kirche einbringen wollten.  
 
Das Anliegen der Ökumenischen Initiative Mittelamerika ist es, die Arbeit der christlichen Basisgemeinden Lateinamerikas in Deutschland bekannt zu machen und zu einer qualifizierten Wahrnehmung der "Theologie der Befreiung" beizutragen.
Seit den Anfängen der Theologie der Befreiung hat sich dieser theologischen Ansatz aufgefächert in eine  Pluralität von Theologien der Befreiung in denen die Erfahrungen, die Kultur und die Hoffnungen von Menschen in den verschiedensten Kulturen und Religionen reflektiert werden.
 
Die OIMA beschäftigt sich mit den sozialen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Strukturen in der globalisierten Welt. Es geht um gemeinsame Lernprozesse in Nord und Süd in der Perspektive von Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. 
 
Netzwerkarbeit zum Schutz der Partnerorganisationen
Ein weiteres Anliegen der Ökumenischen Initiative Mittelamerika ist der Aufbau von Netzwerken, um die Themen und Arbeitsformen von Eine-Welt-Gruppen, Fachdiensten, Weltläden, Solidaritätsgruppen und Hilfswerken besser zu vernetzen und damit effektiver zu machen. Dabei geht es im Besonderen um den Schutz von Organisationen, die im Bereich der Menschenrechtsarbeit und der Umweltschutzes tätig sind.
 
Die Kriminalisierung von Sozialen Organisationen, die zunehmende Macht von Drogenkartellen, aber auch von transnationalen Konzernen, die Umweltzerstörungen, Land-Grabbing und Vertreibungen von Kleinbauern für den Anbau von Ölpalmen und Zuckerrohr zur Gewinnung von Agrotreibstoffen u.a. erfordern wegen ihrer Reichweite und Komplexität eine vernetzte Solidaritäts- und Ökumenearbeit, welche die Stärken der politischen Solidaritätsarbeit mit der Kontinuität der Partnerschaftsarbeit verbindet.
 
Inzwischen arbeiten in der Initiative 40 Vertreter/innen von evangelischen und katholischen Kirchengemeinden, von kirchlichen Hilfswerken, Ökumene- und Solidaritätsgruppen sowie Eine-Weltläden. Die dadurch entstehende Vernetzung von verschiedenen Menschen, Orten und Organisationen ist ein wichtiges Ziel der Arbeit der OIMA.  
 
Die OIMA koordiniert sich mit anderen Netzwerken und Solidaritätsgruppen, sowie mit kirchlichen Institutionen und Hilfswerken wie Brot für die Welt, Misereor oder dem GAW.
 
Kooperationen gibt es auch mit Organisationen wie Fian, Amnesty International, der Christlichen Initiative Romero/ CIR, INKOTA, dem Ökumenischen Büro für Frieden und Gerechtigkeit in München oder dem katholischen Jugendverband  BDKJ(zum Thema Coca Cola).
 
Arbeitsschwerpunkte
Besondere inhaltliche Schwerpunkte sind die sogenannten WSK-Rechte (wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte), die Themen des Konziliaren Prozesses "Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung" und der Globalisierungskritik, z.B. von ATTAC und der Einsatz gegen Menschenrechtsverletzungen durch internationale Konzerne in Kolumbien.
 
Länderschwerpunkte sind die Länder Mittelamerikas und Kolumbien. Seit 2005 arbeitet die Ökumenische Initiative am Aufbau einer breit angelegten "Schutz -und Solidaritätspartnerschaft" mit Kirchen in Guatemala, die aufgrund ihrer Menschenrechtsarbeit und ihres Einsatzes für den Erhalt des Regenwaldes in Guatemala in einer Bedrohungssituation ist.
 
Ökumene für jüngere Leute attraktiv machen
Durch die Einladung und Entsendung von Jugenddelegationen sollen auch jüngere Leute einen Zugang zur Solidaritäs- und Ökumenearbeit erhalten.
Die Ökumenische Initiative berät junge Menschen, die einen Auslandsaufenthalt , z.B. im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres oder von weltwärts in Lateinamerika planen.    


Aktivierende Bildungsarbeit
Ein Schwerpunkt ist die Bildungsarbeit: Auf jährlich stattfindenden Studientagen werden entwicklungspolitische Themen behandelt. Tagungen mit der Evangelischen Akademie Bad Boll werden zu übergreifenden Fragestellungen durchgef
ührt.
Mit "Brot für die Welt" werden Aktionen durchgeführt, wie z.B. eine Menschenkette für das Recht auf Ernährung mit den Schulen in Ulm-Wiblingen am 4. Mai 2009, an der sich über 1000 Schüler/innen beteiligten.
 
Die Bildungsarbeit der Ökumenischen Initiative wird finanziell gefördert durch den EED / Evangelischer Entwicklungsdienst und den Katholischen Fonds in München.
 
Die OIMA organisiert Studientage und Veranstaltungen mit Partner/innen aus Mittelamerika, z. B. der Lutherischen Kirche Guatemalas / ILUGUA sowie Delegationsreisen aus und nach Mittelamerika und Kolumbien.
Schwerpunktmäßig arbeiten wir mit Partnerorganisationen aus Guatemala, El Salvador, Nikaragua Costa Rica und Kolumbien zusammen.
 
Seit 2006 gibt es eine Zusammenarbeit mit Kolumbiengruppen und der kolumbianischen Nahrungsmittelgewerkschaft SINALTRAINAL zum Thema der Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien. Dabei geht es auch um die Rolle der großen, internationalen Konzerne wie Coca Cola oder Nestlé bei den Verletzungen der Menschenrechte.
Durch Seminare, Kampagnen, Infoveranstaltungen u.a. soll auf die Konzerne eingewirkt werden mit dem Ziel, die Rechte der dort arbeitenden Menschen zu stärken und die durch die Konzerne entstehenden Umweltschäden ein zudämmen.
 
Letzte Aktualisierung am 25.1. 2012


Geschichte der OIMa