Drängende Probleme in Guatemala

Die tiefen sozialen Verwerfungen, die zu dem 40jährigen Krieg in Guatemala geführt haben, bestimmen immer noch die Realität des mittelamerikanischen Landes. 1986 veröffentlichte die Katholische Bischofskonferenz das Dokument : "Der Schrei nach Land" und bezog damit Stellung für die Armen und Landlosen.
 
Die Konflikte um die Landrechte ziehen sich bis in die heutige Zeit und verschärfen sich in den letzten Jahren durch sogenannte Megaprojekte wie Staudammbau, Abbau von Mineralien und Rohstoffen durch nationale und internationale Konzerne. Mit diesen Projekten sind oft massive Menschenrechtsverletzungen, Landvertreibungen und ökologische Katastrophen verbunden.
 
Der Ökumenische Christenrat Guatemalas / CECG hat dazu im August 2010 ein Dokument veröffentlicht, das hier zu finden ist. Weitere Informationen zum Christenrat gibt es  hier...
 
Ein weiteres Problem sind die aktuelle und in der Vergangenheit begangenen Verletzungen der Menschenrechte, die verbunden sind mit einer beinahe vollständigen Straflosigkeit.
 
Nach der Machtübernahme durch den ehemaligen General Molina nimmt die Gewalt im Land wieder massiv zu. Die Macht der Drogenmafia ist ungebrochen und die funktionierenden Machtstrukturen der Militärs sind ein großes Hindernis für eine bessere Zukunft des Landes.
 
In diesem Kontext versuchen Organisationen wie die katholische, die lutherische Kirche Ilugua, die Ökologie Organisation Madre Selva aber auch Menschenrechtsorganisationen wie ASECSA einen Beitrag für den Aufbau einer gerechteren Gesellschaft zu leisten.

Friedliche Demonstration am 1.Juli 2010 in Zacapa / Guatemala


Am 1. Juli 2010 fand eine große Demonstration in Zacapa statt.
Kirchen, soziale Organistationen und VertreterInnen der Bergdörfer im Gebirgsmassiv Granadiallas der Departsments Zacapa undChiquimula im Osten Guatemalas hatten dazu aufgerufen.
Zacapa gilt als die trockenste Region Mittelamerikas. Die Trinkwasserversorgung der über 400 000 Einwohner ist von den Quellen in den Bergen abhängig.
Durch massive Abholzungen druch die Fincabesitzer und lokale Gr0ßgrundbesitzer versiegen immer mehr Quellen.
 
2004 wurde auf Initiative der Lutherischen Kirche Guatemalas / ILUGUA die "Vereinigung zum Schutz der Granadillas" gegründet.
2009 wurde durch internationalen und nationalen Druck am 14. November ein umfassendes Abkommen durch den guatemaltekischen Präsidenten Alvaro Colon verkündet, das festlegt, dass die Region besonders schutzwürdig ist.
 
Bis zum 30. März sollten die lokalen Behörden eine Umsetzung dieses Dekrets durch einen lokalen Dialogtisch erreichehn, um die noch vorhandenen Bergwälder, die schon zu 80% abgeholzt sind, zu schützen.
Die lokalen Behörden und die dortige Forstbehörde INAP arbeiten eng mit den Fincabesitzern, den Großgrundbesitzer und Mafiabossen der Region zusammen.
Sie widersetzen sich bislang mit Erfolg einem verbindlichem Verbot der Abholzung.
Um öffentlichen Druck auszuüben, damit die Verhandlungen wieder aufgenommen werden haben sich mehrere hunderte Personen an der Demonstation am 1.7. beteiligt.


Bilder von der Demonstration in Zacapa am 1.7.2010 - viele Schulen und Jugendorganisationen, Vertreter aus verschiedenen, auch pfingstlerischen Gemeinden beteiligten sich.
Bilder von der Demonstration in Zacapa am 1.7.2010 - viele Schulen und Jugendorganisationen, Vertreter aus verschiedenen, auch pfingstlerischen Gemeinden beteiligten sich.
Bilder von der Demonstration in Zacapa am 1.7.2010 - viele Schulen und Jugendorganisationen, Vertreter aus verschiedenen, auch pfingstlerischen Gemeinden beteiligten sich.
Bilder von der Demonstration in Zacapa am 1.7.2010 - viele Schulen und Jugendorganisationen, Vertreter aus verschiedenen, auch pfingstlerischen Gemeinden beteiligten sich.
Bilder von der Demonstration in Zacapa am 1.7.2010 - viele Schulen und Jugendorganisationen, Vertreter aus verschiedenen, auch pfingstlerischen Gemeinden beteiligten sich.
Bilder von der Demonstration in Zacapa am 1.7.2010 - viele Schulen und Jugendorganisationen, Vertreter aus verschiedenen, auch pfingstlerischen Gemeinden beteiligten sich.
Bilder von der Demonstration in Zacapa am 1.7.2010 - viele Schulen und Jugendorganisationen, Vertreter aus verschiedenen, auch pfingstlerischen Gemeinden beteiligten sich.
Bilder von der Demonstration in Zacapa am 1.7.2010 - viele Schulen und Jugendorganisationen, Vertreter aus verschiedenen, auch pfingstlerischen Gemeinden beteiligten sich.
Bilder von der Demonstration in Zacapa am 1.7.2010 - viele Schulen und Jugendorganisationen, Vertreter aus verschiedenen, auch pfingstlerischen Gemeinden beteiligten sich.
Bilder von der Demonstration in Zacapa am 1.7.2010 - viele Schulen und Jugendorganisationen, Vertreter aus verschiedenen, auch pfingstlerischen Gemeinden beteiligten sich.
Bilder von der Demonstration in Zacapa am 1.7.2010 - viele Schulen und Jugendorganisationen, Vertreter aus verschiedenen, auch pfingstlerischen Gemeinden beteiligten sich.
Bilder von der Demonstration in Zacapa am 1.7.2010 - viele Schulen und Jugendorganisationen, Vertreter aus verschiedenen, auch pfingstlerischen Gemeinden beteiligten sich.
Bilder von der Demonstration in Zacapa am 1.7.2010 - viele Schulen und Jugendorganisationen, Vertreter aus verschiedenen, auch pfingstlerischen Gemeinden beteiligten sich.
Bilder von der Demonstration in Zacapa am 1.7.2010 - viele Schulen und Jugendorganisationen, Vertreter aus verschiedenen, auch pfingstlerischen Gemeinden beteiligten sich.

Bilder von der Demonstration in Zacapa am 1.7.2010 - viele Schulen und Jugendorganisationen, Vertreter aus verschiedenen, auch pfingstlerischen Gemeinden beteiligten sich.



Drohungen gegen die Luth. Kirche/ILUGUA und deren Pfarrer Cabrera seit 2008


Dass Mitglieder der Lutherischen Kirche Guatemalas/ILUGUA, deren Leitender Pfarrer José Pilar Cabrera sowie Campesinos die sich in der "Vereinigung zum Schutz der Granadillas" seit 2004 engagieren wegen ihres Einsatzes für Mensch und Natur bedroht werden, ist leider nichts Neues.
 
In eine Pressekonferenz Ende Juni 2008, zu der die Lutherische Kirche, die Ökologieorganisation Madre Selva und die Vereinigung zum Schutz des Bergmassivs "Las Granadillas" eingeladen hatten, berichteten sie über die anhaltenden Abholzungen in den Bergen rund um Zacapa und beschrieben die Auswirkungen dieses Handels aufdie Natur und die Wasserversorgung der Distrikthauptstadt.
 
In den Jahren 2008 - 2010 haben die Drohungen gegen ILUGUA und die Vereinigung zum Schutz der Granadillas immer mehr zugenommen.
 
In einer Nachricht vom 6. August 2008 schreibt Pfarrer Cabrera, dass der Ökumenische Rat Guatemalas unter Beteiligung der Katholischen, Anglikanischen und der Lutherischen Kirche zu einer Pressekonferenz zum Thema der Umweltzerstörungen und der Drohungen gegen die beteiligten Organisatioen und gegen Pfarrer Cabrera einlädt.
Die ILUGUA hat am 4. August 2008 eine offizielle Anzeige beim Menschenrechts-Beauftragten der Guatemaltekischen Regierung Dr. Sergio Morales vorgelegt.
Pfarrer Cabrera schreibt, dass durch die Vorgänge in Zacapa und das große Presseecho das öffentliche Interesse für die Umweltzerstörung und die Machenschaften der Großgrundbesitzer in den Bergen der Granadillas geweckt wurde.
Ralf Häußler, Stand 10.8.2008