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Am 1. Juli 2010 fand eine große Demonstration in Zacapa statt.
Kirchen, soziale Organistationen und VertreterInnen der Bergdörfer im Gebirgsmassiv Granadiallas der Departsments Zacapa undChiquimula im Osten Guatemalas hatten dazu aufgerufen.
Zacapa gilt als die trockenste Region Mittelamerikas. Die Trinkwasserversorgung der über 400 000 Einwohner ist von den Quellen in den Bergen abhängig.
Durch massive Abholzungen druch die Fincabesitzer und lokale Gr0ßgrundbesitzer versiegen immer mehr Quellen.
2004 wurde auf Initiative der Lutherischen Kirche Guatemalas / ILUGUA die "Vereinigung zum Schutz der Granadillas" gegründet.
2009 wurde durch internationalen und nationalen Druck am 14. November ein umfassendes Abkommen durch den guatemaltekischen Präsidenten Alvaro Colon verkündet, das festlegt, dass die Region besonders schutzwürdig ist.
Bis zum 30. März sollten die lokalen Behörden eine Umsetzung dieses Dekrets durch einen lokalen Dialogtisch erreichehn, um die noch vorhandenen Bergwälder, die schon zu 80% abgeholzt sind, zu schützen.
Die lokalen Behörden und die dortige Forstbehörde INAP arbeiten eng mit den Fincabesitzern, den Großgrundbesitzer und Mafiabossen der Region zusammen.
Sie widersetzen sich bislang mit Erfolg einem verbindlichem Verbot der Abholzung.
Um öffentlichen Druck auszuüben, damit die Verhandlungen wieder aufgenommen werden haben sich mehrere hunderte Personen an der Demonstation am 1.7. beteiligt.
Bilder von der Demonstration in Zacapa am 1.7.2010 - viele Schulen und Jugendorganisationen, Vertreter aus verschiedenen, auch pfingstlerischen Gemeinden beteiligten sich.
Dass Mitglieder der Lutherischen Kirche Guatemalas/ILUGUA, deren Leitender Pfarrer José Pilar Cabrera sowie Campesinos die sich in der "Vereinigung zum Schutz der Granadillas" seit 2004 engagieren wegen ihres Einsatzes für Mensch und Natur bedroht werden, ist leider nichts Neues.
In eine Pressekonferenz Ende Juni 2008, zu der die Lutherische Kirche, die Ökologieorganisation Madre Selva und die Vereinigung zum Schutz des Bergmassivs "Las Granadillas" eingeladen hatten, berichteten sie über die anhaltenden Abholzungen in den Bergen rund um Zacapa und beschrieben die Auswirkungen dieses Handels aufdie Natur und die Wasserversorgung der Distrikthauptstadt.
In den Jahren 2008 - 2010 haben die Drohungen gegen ILUGUA und die Vereinigung zum Schutz der Granadillas immer mehr zugenommen.
In einer Nachricht vom 6. August 2008 schreibt Pfarrer Cabrera, dass der Ökumenische Rat Guatemalas unter Beteiligung der Katholischen, Anglikanischen und der Lutherischen Kirche zu einer Pressekonferenz zum Thema der Umweltzerstörungen und der Drohungen gegen die beteiligten Organisatioen und gegen Pfarrer Cabrera einlädt.
Die ILUGUA hat am 4. August 2008 eine offizielle Anzeige beim Menschenrechts-Beauftragten der Guatemaltekischen Regierung Dr. Sergio Morales vorgelegt.
Pfarrer Cabrera schreibt, dass durch die Vorgänge in Zacapa und das große Presseecho das öffentliche Interesse für die Umweltzerstörung und die Machenschaften der Großgrundbesitzer in den Bergen der Granadillas geweckt wurde.
Ralf Häußler, Stand 10.8.2008